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AJC Berlin begrüßt die Annahme der IHRA-Definition durch den FC Bayern München

Berlin, den 27. Januar 2021 – Das American Jewish Committee Berlin begrüßt die Annahme der Arbeitsdefinition Antisemitismus der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) durch den FC Bayern München. Diese Entscheidung wurde am Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust bekanntgegeben. 

"Wir begrüßen diese Entscheidung des FC Bayern München, dem national und international renommierten deutschen Fußballverein, eine klare Haltung gegen Antisemitismus einzunehmen", sagte Dr. Remko Leemhuis, Direktor des AJC Berlin.

"Fußballvereine haben großen Einfluss in der deutschen Gesellschaft. Der FC Bayern ist seit langem für sein Engagement im Kampf gegen Antisemitismus bekannt und ein Vorbild im Profisport. Andere Amateur- und Profivereine sollten dem Beispiel des FC Bayern München folgen und gemeinsam ein klares Zeichen gegen Antisemitismus in Stadien und Vereinen in ganz Deutschland senden."

Die Arbeitsdefinition wurde 2016 von den 31 Mitgliedstaaten der IHRA einstimmig angenommen. Sie wurde von 24 europäischen Ländern, darunter Deutschland, übernommen.

Die IHRA-Definition basiert auf der Arbeitsdefinition der Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) von 2005. Sie bietet eine klare und umfassende Beschreibung des Antisemitismus in seinen verschiedenen Formen, einschließlich Hass und Diskriminierung von Juden, Holocaustleugnung und insbesondere Antisemitismus in Bezug auf Israel.

Viele Jahre lang arbeitete das AJC eng mit der EUMC zusammen, um die Arbeitsdefinition zu entwickeln, und setzte sich für ihre Annahme auf institutioneller, nationaler und zivilgesellschaftlicher Ebene ein.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: presse@ajc.org.